Am Donnerstag ereilte uns dann die erschüttende Nachricht vom Labor, die den Virus Parvovirose bestätigte.

Das gesamte Praxisteam und meine Familie waren erschüttert, doch unsere Ärztin war von mir und meinen Kräften überzeugt und wollte auf gar keinen Fall aufgeben. Zu diesem Zeitpunkt wog ich nur noch 2.5 kg und konnte kaum noch laufen. Jeder Mitarbeiter der Tierpraxis hat sich rührseelig um mich gekümmert,

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das hat von meinem Heimweh ein wenig abgelenkt. Meine Familie fragte mehrmals täglich, ob sie mich wieder mit nach Hause nehmen könnten - doch bis Freitag war mein Zustand fast unverändert schlecht. Gegen Abend jedoch, nach vier Tagen intensiver Einnahme von Medikamenten und fast 24-stündigem Tropf, verspürte ich so langsam eine Besserung. Die Tierarzthelferinnen gingen mit mir auf die Wiese und ich hatte schon wieder Spaß am Spiel. Mein Brechreiz hörte auf, ich hatte keinen Durchfall mehr und bekam schrecklichen Hunger. Die Astronautennahrung fand ich fürchterlich und so bekam ich endlich vernünftiges Fressen - Hühnchen mit Reis. Ich habe Freitag auf Samstag gut geschlafen und fühle mich seitdem wieder super.

Als meine Familie am Vormittag zu Besuch kam lief ich Ihnen schwanzwedelnd entgegen. Sie trauten ihren Augen nicht. Ich war gut gelaunt, super Happy und wollte nun endlich nach Hause. Von nun an ging es mir täglich sichtbar besser und in kurzer Zeit habe ich kräftig zugenommen. Meine Arztpraxis besuche ich heute noch, und jedesmal wenn ich komme erwartet mich ein großer Empfang.

Aber hier möchte ich noch einmal erzählen, was Pavovirose überhaupt ist:

Es handelt sich um eine besonders häufig auftretende Krankheit, die durch Parvoviren verursacht werden. Da diese Erreger extrem widerstandsfähig sind und Monate bis Jahre in der Außenwelt überleben können, wird die Parvovirose nicht nur durch Kontakt von Hund zu Hund, sondern häufig über den Menschen und leblose Gegenstände übertragen. Die Erkrankung kann rasant verlaufen und innerhalb von wenigen Stunden zum Tod durch Herzmuskelentzündung führen. Heute treten jedoch vornehmlich Magen-Darm-Entzündungen auf. Sie äußern sich in anfänglichem Fieber, begleitet von starkem Erbrechen und Durchfall, der wässrig, schleimig oder blutig sein kann. Die Tiere fressen nicht, sie magern schnell ab und verlieren viel Flüssigkeit, was schließlich zum Tode führt.

Aber Gottseidank habe ich es überstanden, aber das auch nur weil ich doch gemerkt habe wie sehr man mich liebt.




Links zum Thema Parvovirose:

Was ist eigentlich Pavovirose ?

Wikipedia - Parvovirose